Boronen

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Boronen
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Boron04.jpg
 
Typisches Raumschiff der Boronen:
Oktopus X3.jpg Oktopus (X³)
 
Typische Raumstation der Boronen:
 
Kontrollierte Raumsektoren:
X: BtF X‑T X³: TC X³: AP X Rebirth
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Inhaltsverzeichnis

Biologie

Konzeptzeichnung von Egosoft

Boronen sind die einzige bekannte höhere Lebensform, die sich unter Wasser entwickelt hat. Sie gehören zu den cephalopoiden Lebensformen und haben sechs Haupttentakel, von denen vier stärker ausgebildet sind als die Anderen. Zusätzlich haben sie eine variierende Anzahl kleinerer Tentakel. Boronen haben die Möglichkeit, kleinere Knochen ihrer vier Haupttentakel zusammenzudrücken, um so eine Art Extremität zu formen, was sie befähigt, Dinge einfacher anzuheben oder zu bewegen. Erwachsene können dies selektiv (z.B. nur mit einem Tentakel), während jüngere Exemplare lediglich alle auf einmal umformen können. Sie erlangen die Fähigkeit zum Selektieren während des Heranreifens. Ihre schmalen Köpfe enden in einem Stiel, auf welchem die großen Augen aufsitzen. Wenn sie sich amüsieren, drehen sie ihre Augen nach innen.

Ihr Körper verfügt über ein jetähnliches Rückstoßsystem. Sie schlucken Wasser durch ihren Rüssel und pressen es durch ihre Kiemen, um Sauerstoff und Ammoniak zu extrahieren. Das Wasser wird danach durch eine Öffnung im Rumpf zwischen den Tentakeln herausgedrückt und erzeugt so das jetähnliche Verhalten, was ihnen die Möglichkeit gibt, sich im Wasser äußerst schnell zu bewegen. Sie nehmen auch ihre Nahrung durch den Rüssel zu sich. Dabei handelt es sich überwiegend um Plankton und kleinere Fische. Boronen werden knapp über einen Meter lang. Die größten Männchen erreichen bis zu 1,30 Meter Länge. Das Farbspektrum ihrer Hautfarbe reicht von Grün- bis hin zu Brauntönen.

Boronen benutzen Schutzanzüge, wenn sie sich außerhalb ihres Elementes aufhalten. Diese Schutzanzüge werden aus weiß schimmernden und elastischen Polymeren angefertigt. Wenn sie sich in ihren Anzügen befinden, „gehen“ sie nicht, da ihr Skelett zu schwach für Belastungen von 1G oder höher ist. Ihre Anzüge sind daher mit einem Antigravitationsgerät, das sie überall schwimmen lässt, ausgerüstet. Allerdings versuchen sie nicht zu offensichtlich zu schwimmen, um andere nicht zu irritieren.

Lebenserwartung

Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Boronen liegt zwischen 45 und 50 Jahren. Bei Exemplaren, die große Teile ihres Lebens an Bord von Raumstationen und Schiffen verbringen, verringert sich dieser Wert durch Phänomene wie erhöhte Gravitation, Hintergrundstrahlung und den generell eingeschränkten Lebensbedingungen um etwa zwei Jahre. Lar können hingegen 60 bis 70 Jahre alt werden.

Fortpflanzung

Neben den männlichen und weiblichen Boronen gibt es auch noch die sogennanten Lar, ein drittes Geschlecht, welches über höhere Körperkraft, Sinneswahrnehmung, Intelligenz und Einfühlungsvermögen verfügt, jedoch sehr selten ist. Jedes Geschlecht kann sich mit einem der beiden Anderen erfolgreich paaren, auch eine Paarung aller drei Geschlechter ist möglich.

Aussehen

Einige Boronen, die aus ihrem Cockpit Kommunikation zum Spieler aufnehmen:

Borone aus X: BtF/X-T Borone aus X: BtF/X-T Borone aus X: BtF/X-T Borone aus X: BtF/X-T Borone aus X: BtF/X-T

Verständigung

Die gesprochene Sprache der Boronen besteht aus hochfrequenten Klicklauten. Sie neigen dazu, in sehr gewundenen, unpraktischen Sätzen zu sprechen, die reich an Wiederholungen sind. Zudem lieben sie fremdartig klingende Metaphern. Trotz allem können sie sehr kurzsilbig sprechen, z.B. wenn sie sich in Lebensgefahr befinden.

Die Boronen geben ständig Hormonwolken von sich, die Gedächtnisengramme enthalten. Diese Hormonwolken können von anderen Boronen aus dem Wasser "herausgeschmeckt" werden. Die Bandbreite der Informationen, welche auf diese Weise weitergegeben werden können, ist sehr hoch, es existieren allein 911 Grundarten an Hormonaromen. Die Hormone bleiben lange im Wasser nachweisbar.

Geschichte

Vor der Zeit des Raumfluges gab es in der boronischen Gesellschaft keinen Krieg, weshalb die Boronen lange keine Waffen entwickelten und herstellten. Vor etwas mehr als 50.000 Jazuras landeten Schiffe des Alten Volkes auf Nishala, dem boronischen Heimatplaneten, um die Spezies zu studieren. Sie wurden jedoch von den Boronen entdeckt und begannen daher nun, diesen Teile ihres Wissens zu vermitteln, weshalb die Boronen sie bis heute die "Helfer" nennen. Dennoch gehörten die Boronen zu den letzten Völkern, die den Raumflug entwickelten. Ihr erstes größeres Kolonisationsprojekt, bei welchem einer der nahen Monde Nishalas besiedelt wurde, setzte nicht vor dem argonischen Jazura 50 ein. Trotzdem war ihr Verständnis für Technologie und ihr Können im Konstruieren so hoch, dass ihre Raumschiffe schlank, schnell und hoch entwickelt waren. Im Rahmen allgemeiner physikalischer Forschungen entdeckten die Boronen im Jazura 220 die Möglichkeit, mittels Kernspaltung schlagartig extreme Energiemengen freizusetzen. Die Entwicklung veranlasste jedoch die letzten Helfer des Alten Volkes dazu, die Boronen zu verlassen. 225 erstreckte sich das Königinnenreich Boron bereits weit über das Heimatsystem Königstal hinaus und umfasste Kolonien auf vielen Planeten im Tiefenraum.

Ursprünge

Unterwasserwelt der Boronen

Im Jazura 764 entdeckten boronische Forscher auf dem Planeten Nishala im Fala Fi-Gebiet eine Ausgrabungsstätte, die ihnen viel über die Ursprünge der boronischen Kultur verriet. Auf einem Plateau am Meeresboden wurde eine prähistorische Siedlung gefunden, die in den Schlammablagerungen der darauffolgenden Dekazuras konserviert wurde. Semiintelligente Kopffüßler hatten in einem uralten Gebäude, das heute tief in den Schlammschichten des Meeresbodens liegt, eine Kultstätte errichtet, an der viele antike Kultgegenstände angesammelt wurden. Art und Konstellation der Ausgrabungsstücke gaben viel über diese Wesen preis, die die Erfinder vieler heutiger boronischer Bräuche und Vorväter der Boronen waren. Der Bergbaukonzern, der an dem Ort ursprünglich eine Abbaustätte errichten wollte, schenkte das Gebiet der boronischen Regierung.

Die Boronschlacht

Dann kamen die Boronen mit den Split in Kontakt, welche bald begannen, die Boronen zu attackieren wann immer sie ihnen begegneten. Diese erkannten schnell, dass sich die Split bald nicht mehr damit zufrieden geben würden, ihre Raumschiffe anzugreifen und die planetaren Kolonien attackieren würden. Sie waren daher gezwungen, die Entwicklung von Waffen und Defensivsystemen sehr schnell nachzuholen. Auf Nishala mühten sich die besten Ingenieure mit den neuen Konzepten ab. Es dauerte nicht lange bis die Split zu groß angelegten Attacken auf das Territorium des Königinnenreiches Boron übergingen, besonders da sie auch von ihren Alliierten, den Paraniden, Unterstützung erhielten. In den anhaltenden Kämpfen zeigten sich die neuen ungetesteten Waffen der Boronen wenig effektiv, so dass im Jazura 299 die Split die Boronen auf ihren Heimatplaneten zurückgedrängt hatten und den Rest des Königinnenreiches zerstört oder übernommen hatten. Schließlich sammelten die Split eine große Streitmacht und begannen mit einer größeren Attacke auf Nishala, als sie plötzlich von Schiffen der Argon Föderation angegriffen wurden. Beide Seiten hatten zuvor keinen Kontakt mit den Argonen gehabt.

Die Boronen führten ab 323 mit den Argonen Geheimverhandlungen. Beide Seiten befürworteten die Gründung einer Allianz, die innerhalb der nächsten Jazuras Handelskontakte aufbauen sollte. Der offizielle Eintritt der Argonen in die Boron-Schlacht im folgenden Jazura nach einer vereinten Offensive der Split und Paraniden auf die argonische Flotte bewahrte die Boronen vor ihrer völligen Vernichtung. Die Argonen entsandten eine mächtige Flotte und wehrten 326 in einer großen Raumschlacht im Orbit Nishalas einen erneuten Invasionsversuch der Split und Paraniden ab. Nach einer weiteren schweren Niederlage mussten die Split 350 in einen Waffenstillstand einwilligen. Durch Verwendung hoch entwickelter Technologien und unterstützt durch die Argonen, entwarfen boronische Wissenschaftler bald effiziente Waffensysteme. Die vereinigten Flotten der Argonen und Boronen schlugen die feindliche Allianz zurück und gewannen viele Territorien zurück, welche dem Königinnenreich Boron gehört hatten. Diese gemeinsamen Bemühungen endeten mit einem Friedensschluss im Jazura 400. Aufgrund der Bestimmungen dieses Vertrages wurden einige Territorien des Königinnenreichs an die Split abgetreten, und die nächsten Jahrhunderte konnten sich die Boronen erneut entwickeln und die Reste ihres Königinnenreichs wieder aufbauen. Zahlreiche Kolonien wurden neu besiedelt.

Die Gründergilde

412 schlossen die Boronen und die Argonen offiziell ein militärisches und wirtschaftliches Bündnis, die Gründergilde. Diese umfasste auch eine Währungsreform und machte die Argon Mark zum alleinigen Zahlungsmittel des Königinnenreiches. Später zogen die Boronen Vorteile aus der Großen Währungsreform von 589, die einen bedeutenden Aufschwung für ihre damals sehr zerrüttete Wirtschaft darstellte.

Während des letzen Xenonkonfliktes 742 um die Kontrolle des Sprungantriebes der USC Le Petit X halfen die Boronen zwar dem Erdpiloten Kyle William Brennan das Territorium der Split sicher verlassen zu können, unterstützten jedoch die Argonen nicht bei ihrem Vorgehen gegen die Xenon. Schließlich setzten sie sich, nachdem sie eine Nachricht mit entsprechendem Inhalt vom Alten Volk erhalten hatten, seit 743 direkt für ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen gegen die Maschinenwesen ein und boten diesen zwei Sektoren als Schutzgebiet an. Ihr Vorhaben für dieses Refugium auf der 46. Außerplanmäßigen Tagung der IKSZ seitens der anderen Völker eine offizielle Anerkennung zu erwirken scheiterte am Widerstand der Paraniden und Split. Die völlige Vernichtung der Xenon konnte dennoch verhindert werden, da es Nola Hi und Elena Kho gelang, das Sprungtor zu den Sektoren des Schutzgebietes zu deaktivieren.

Als 758 die Yaki mit systematischen Angriffen auf Handelsrouten im Gebiet der Teladi-Company und der Split-Dynastie begannen, weigerten sich die Boronen zunächst, ebenso wie Argonen und Paraniden, militärische Hilfe zu leisten. Erst ein Angriff der Piraten auf argonische Raumstationen im Tiefenraum im weiteren Verlauf des Jazuras führte zum Eintritt der Boronen in den Großen Handelskrieg und 762 zur Vernichtung des boronischen Zerstörers Prince Heed in der Schlacht um den Raumsektor Echo Sieben-Zwei. Nach der Zerstörung der Rauminstallationen im Sektor Trantor 764 durch die Khaak (Trantor-Zwischenfall) unterstützten die Boronen die Argonen gegen die Angreifer. So beteiligten sie sich z.B. an der Einsatztruppe, welche die Handelsrouten des Sektors vor weiteren Übergriffen der Khaak schützen sollte.

Politische Organisation

Obwohl das Reich der Boronen Königreich, beziehungsweise Königinnenreich Boron, genannt wird, besitzen die Boronen ein demokratisch gewähltes Parlament und eine diesem Gremium verantwortliche Regierung. Viele Mitglieder des Parlamentes und der Regierung gehören dem Geschlecht der Lar an. Es gibt ein Königinnenhaus, welches das Volk repräsentiert, allerdings auch über eigene politische Kompetenzen verfügt. Das Königinnenhaus genießt in der Bevölkerung ein hohes Ansehen. Zur Zeit ist Königin Lar Atreus das Oberhaupt der Familie und des Staates. Ihr Lebensgefährte König Rolk We kam bei einem Unfall ums Leben. Da die Krone in direkter larider Linie vererbt wird, ist ihr einziges Kind Lar Menelaus die rechtmäßige Thronfolgerin, und somit zugleich die offizielle außenpolitische Repräsentantin des Königinnenreiches. Das Übergewicht der wenigen Lar innerhalb der politischen Führungsriege (Lariarchat) wird von der Bevölkerung nicht in Frage gestellt. Der Zugang zu politischen Ämtern - abgesehen vom Amt der Königin selbst - ist jedoch nicht an eine Geschlechtszugehörigkeit gebunden, so stand z.B. Bala Gi, eine Boronin, als Ministerin für Fortgeschrittene Ethik, Intra- und Interspeziesangelegenheiten viele Jazuras der Regierung vor.

Äußere Beziehungen

Die Boronen sind im ganzen X-Universum für ihre Weisheit und ihre hochentwickelte Kultur bekannt. Trotz ihrer Allianz mit den Argonen sind die Boronen aufgrund ihrer friedliebenden Natur allen Völkern des Universums freundlich gesinnt. Sie unterhalten auch Handelsbeziehungen zu den Paraniden und Teladi, sind jedoch den Split gegenüber sehr vorsichtig, mit welchen die Beziehungen nach wie vor angespannt sind. Die Boronen haben keinen direkten Kontakt mit den Xenon und den Khaak, dennoch sind sie sich, als Verbündete der Argonen, sehr wohl bewusst, welche Gefahren von diesen Völkern ausgehen.

Bedeutende Entwicklungen

Wichtige Handelsgüter

Schiffe der Boronen

Die Schiffe der Boronen sind für ihre Kombination aus hoher Geschwindigkeit und guter Manövrierbarkeit bekannt. Aufgrund der friedlichen Natur der Boronen sind die Waffensysteme in kleinen und mittleren Schiffen teilweise etwas zurückhaltend dimensioniert, was bei ihren Großkampfschiffen überhaupt nicht der Fall ist. Ihr Antriebssystem war das erste, das auch unter Wasser noch funktioniert.

M1Hai(X: BtF, X-T, , , X³: TC, X³: AP)
M2+Megalodon(X³: AP)
M2Muräne
Rochen
(X: BtF, X-T)
(X: BtF, X-T, X², X³, X³: TC, X³: AP)
M3+Mobula(X³, X³: TC, X³: AP)
M3Aal
Barrakuda
(X: BtF, X-T)
(X², X³, X³: TC, X³: AP)
M4+Hecht(X³: TC, X³: AP)
M4Mako
Piranha
(X², X³, X³: TC, X³: AP)
(X: BtF, X-T)
M5Oktopus(X: BtF, X-T, X², X³, X³: TC, X³: AP)
M6Hydra(X², X³, X³: TC, X³: AP)
M6MSchwere Hydra(X³: TC, X³: AP)
M7Guppy
Kalmar
(X³: AP)
(X³: TC, X³: AP)
M7MKrake(X³: TC, X³: AP)
M8Marlin(X³: TC bis V.1.3, X³: AP)
TLOrca(X: BtF, X-T, X², X³, X³: TC, X³: AP)
TMWels(X³: TC, X³: AP)
TPManta
Meerengel
(X², X³, X³: TC, X³: AP)
(X³: TC, X³: AP)
TSDelphin
Stör
(X: BtF, X-T, X², X³, X³: TC, X³: AP)
(X³: AP)
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